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Fachartikel rund um das Thema Versicherung.

25.01.2010 PKV fordern neue Gebührenordnung.


Private Krankenversicherungen und gesetzliche Krankenkassen in der Krise.
Weder die privaten Krankenversicherungen, noch die gesetzlichen Krankenkassen haben es derzeit besonders einfach, denn in beiden Systemen erhöhen sich die Kosten stetig, sodass neue Möglichkeiten gefunden werden müssen, um die Finanzierung des Gesundheitssystems auch in Zukunft weiterhin gewährleisten zu können. Dabei gehen die beiden Versicherungssysteme die Sache von unterschiedlichen Seiten an.

Im Endeffekt kommen aber beide nicht darüber hinweg, die Beiträge für die Versicherten zu erhöhen.

Im Fall der gesetzlichen Krakenversicherungen werden die Beitragssteigerungen zwischen 8 und 37,75 Euro im Monat liegen, wobei dieser Anteil von den Versicherten selbst zu tragen ist. Auch in den PKV wird es deutliche Beitragserhöhungen geben.

Die stellen heute bereits eine wichtige Säule für das nationale Gesundheitssystem dar. Es wird bereits gemunkelt, ob das Gesundheitssystem ohne diese überhaupt noch funktionieren würde. Denn viele Ärzte und auch Krankenhäuser sind auf die Sätze der Patienten, die privat krankenversichert sind, angewiesen. Immerhin sind die Regelsätze der privaten Krankenversicherungen rund um die Hälfte höher als die Sätze der GKV.

Daher tragen die privaten Krankenversicherungen auch entsprechend mehr zum Gesundheitssystem bei. Zumindest pro Patient gesehen: Das gesamte Gesundheitssystem scheint somit bis zu einem gewissen Grad von den privaten Krankenversicherungen abhängig zu sein. Denn die gesetzlich versicherten Patienten tragen im Versicherungsfall weniger zur wirtschaftlichen Situation der Krankenhäuser und Ärztezentren bei als die privat Versicherten. Ganz im Gegenteil wird die gesetzliche Krankenversicherung sogar noch durch Steuern subventioniert, um eine einigermaßen ausgeglichene Finanzierung aufstellen zu können.

Auf der anderen Seite haben es die privaten Krankenversicherungen durch diese Situation natürlich auch schwerer, selbst wirtschaftlich arbeiten zu können, da ihre Kosten wiederum höher sind. Und zwar nicht etwa nur bei Ärzten und Krankenhäusern, sondern ebenso auch bei Medikamenten. Denn für die privaten Krankenversicherungen gibt es derzeit keine Möglichkeit, die Kosten zu begrenzen oder zumindest zu verhandeln.

Die PKV fordern aus diesem Grund eine Neuregelung der Gebührenordnung. Denn schließlich bleiben auch für sie die Kosten nicht immer gleich sondern erhöhen sich sogar durch die immer wieder neuen, medizinischen Entwicklungen und sich häufende Versicherungsfällen durch eine überalternde Bevölkerung. Die neue Regierung wird dieses Thema in den nächsten Jahren sicherlich aufgreifen müssen. Denn, während die GKV jährlich Milliarden an Steuergeldern zugeschossen bekommen, aber dennoch nicht rentabel arbeiten können, erhalten die PKV keine staatlichen Steuersubventionen, müssen gleichzeitig höhere Kosten bezahlen, stehen aber dennoch wirtschaftlich besser da und können auf eine auch in der näheren Zukunft gesicherte Finanzierung blicken.

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