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22.10.2009 Private Krankenkassen wollen Ärztekosten reduzieren
Die Erhöhungen der Beiträge zu den privaten Krankenkassen, die mit dem Jahreswechsel auf die Versicherten zukommen werden, zeigen erneut, dass die Kosten im Gesundheitswesen weiter ansteigen.
Die Krankenversicherungen müssen aber nicht nur mit den ständig steigenden Kosten für Operations- und Behandlungsaufwände zurecht kommen, sondern sie sehen sich auch einer steigenden Anzahl von Versicherungsfällen gegenüber. Aufgrund der Tatsache, dass die Kosten für die Krankenversicherungen stets steigen, müssen einerseits die Beiträge für die Versicherten erhöht werden, um den Anstieg der Kosten auszugleichen. Andererseits sind die privaten Krankenversicherungen aber ebenfalls auch bestrebt, die Kosten selbst zu senken.
So möchte beispielsweise die DKV bei den Arztkosten einsparen. Denn laut der DKV müssen die privaten Krankenversicherungen hier höhere Beiträge leisten als die gesetzlichen Krankenversicherungen. Ohne die Erhöhung der Beiträge zur privaten Krankenversicherung bei gleichzeitiger Kostenreduktion kann die ordnungsgemäße Abwicklung im Rahmen der privaten Krankenversicherung von den Versicherern nicht mehr gewährleistet werden.
Die steigenden Kosten machen den privaten Versicherern schwer zu schaffen. Die privaten Krankenversicherer, allen voran die DKV fordern daher nun auch Möglichkeiten, die Kosten im Gesundheitswesen reduzieren zu können, da ansonsten mit regelmäßigen Beitragserhöhungen zu rechnen sein wird. Gerade bei den Ärzten sieht die DKV noch großes Einsparpotenzial, um die Kosten zu senken. Denn die privaten Krankenversicherungen zahlen hier doppelt so hohe Arztkosten für ambulante Behandlungen wie die gesetzlichen Krankenkassen. Dabei ist natürlich auch zu beachten, dass Versicherte der privaten Krankenversicherungen einen besseren Service beim Arzt in Anspruch nehmen können. Dennoch werden geringere Kosten bei den Ärzten gefordert.
Der Kostendruck auf die privaten Krankenversicherungen wird teilweise durch die steigende Anzahl der neuen Versicherten reduziert werden können, die in nächster Zeit erwartet werden kann, da die Wartefrist für den Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung nun von vormals drei Jahren auf nun ein Jahr verkürzt wurde. Somit ist es einfacher, in die private Krankenversicherung zu wechseln, wodurch die Insgesamt-Beiträge bei den privaten Krankenversicherungen steigen werden.
Dennoch soll den Kosten entgegengewirkt werden. Nicht nur die privaten Krankenversicherungen kämpfen mit den hohen Arztkosten. Auch gesetzliche Krankenkassen verbuchen durch die hohen Kosten seitens Ärzten und Pharmabranche bereits hohe Defizite. Insgesamt soll das Defizit hier für alle Krankenkassen rund 7,5 Milliarden Euro betragen, wobei etwas mehr als die Hälfte vom Bund zugeschossen werden soll, um die finanzielle Schieflage auszugleichen. Grundsätzlich muss es über kurz oder lang zu Verhandlungen bzw. zu politischen Entscheidungen über die Arztkosten kommen, da die Krankenversicherungen die steigenden Kosten nicht mehr stemmen können und auch die Beiträge für die Versicherten nicht ins bodenlose schießen dürfen.
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