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30.03.2009 Rückkehr in die Krankenversicherung
Aus Schaden wird man klug; spätestens bei der Erkrankung wird jedem klar: eine Krankenversicherung - aber vor allen Dingen eine gute Krankenversicherung - ist eine existenzielle Absicherung. Die Einführung der allgemeinen Krankenversicherungspflicht ist ein zentrales Element der Gesundheitsreform. Die Versicherungspflicht für die gesetzliche Krankenkasse (GKV) wurde am 1.4.2007 eingeführt, für die privaten Krankenversicherung (PKV) war der 1.1.2009 der Stichtag. Seit dem haben sich 136.000 Menschen bei der GKV angemeldet und die PKV konnte 24.000 neue Mitglieder verzeichnen, die bisher nicht krankenversichert waren.
Wer bisher weder gesetzlich noch privat versichert war, wird - gemessen nach seiner letzten Tätigkeit - einem System zugeordnet. Demnach gehören z.B. Selbständige in die PKV. Für diese Heimkehrer gilt der neue Basistarif. Er entspricht dem Leistungskatalog der GKV und darf nicht höher ausfallen als der maximale Betrag zur GKV, der nach der aktuellen Beitragsbemessungsgrenze bei 570 EURO monatlich liegt.
Trotz allem kann man davon ausgehen, dass immer noch ein Großteil der Nichtversicherten gegen die gesetzlichen Vorgaben verstößt. Das kann allerdings sehr teuer werden, denn es müssen in diesem Fall Beiträge nachgezahlt werden. Für jeden sollte es verpflichtend sein, das persönliche Risiko der Erkrankung abzusichern. Die Versicherungspflicht soll also verhindern, dass Menschen absichtlich auf diese Absicherung verzichten, denn die Allgemeinheit muss im Ernstfall dafür einspringen.
Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes waren im Krankheitsfall mehr als 200.000 Bundesbürger zu Beginn der Gesundheitsreform im Jahre 2007 ohne Versicherungsschutz. Dabei ging es vor allem um Selbständige, die es bevorzugten, ihre Arztrechnungen selber zu bezahlen. Aber auch Mitglieder, die ihre Beiträge nicht bezahlt hatten und deshalb aus der Krankenversicherung ausgeschlossen wurden, sind in dieser Kategorie zu finden. Des weiteren gibt es immer noch genügend Personen, die die Beiträge für eine Pflichtversicherung nicht aufbringen können. Im Jahre 2008 haben nach den Statistiken des PKV-Verbandes ungefähr 18.500 Personen, die vorher nicht versichert waren, eine private Krankenvollversicherung abgeschlossen, die damit einen verpflichtenden Basistarif umgehen wollten. Das ist insofern gelungen, als das sie sich günstiger versichern konnten.
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