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09.05.2009 Schweinegrippe - die Situation in Deutschland

In Mexiko und in den USA sind inzwischen mehrere hundert Menschen an der Schweinegrippe erkrankt, die durch ein neuartiges Influenza-Virus verursacht wurde, das sogenannten A/H1N1-Virus. Die Symptome dieser neuen Grippe sind ähnlich wie bei einer saisonalen Influenza: Fieber, Husten, Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Atemwegsbeschwerden. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO (World Health Organization) sind mittlerweile weltweit 1000 Menschen betroffen. Die meisten Fälle trafen in Mexiko und in den USA auf.

Am 29. April 2009 hat die WHO die Phase fünf ausgerufen (auf einer Skala von eins bis sechs), welche die Mensch-zu-Mensch-Übertragung des Virus in mindestens zwei Staaten einer WHO-Region charakterisiert. Weltweit seien laut WHO die meisten Staaten vom A/H1N1 Virus aber noch nicht betroffen. Trotz allem hat die WHO am 25. April 2009 das Virus als gesundheitliches Risiko von internationaler Bedeutung eingestuft und bleibt somit, trotz der bislang glimpflich verlaufenden Schweinegrippe-Pandemie, in Alarmbereitschaft.

Die WHO registrierte eine weitere Ausbreitung in Europa, nachdem die Welle der Infektionen im zuvor schwerst betroffenen Mexiko anscheinend abebbte. Insgesamt gab es bisher 1516 offiziell registrierte Infektionsfälle in 22 Ländern. Die meisten davon in Mexiko mit 822 sowie in den USA mit 403 Fällen. Soweit sind 29 Todesfälle in Mexiko und 2 Todesfälle in den USA bekannt geworden.

Experten rechnen nach wie vor mit einer weiteren Ausbreitung der Schweinegrippe. Nach Einschätzung der WHO besteht die Gefahr einer weltweiten Grippewelle, also einer Pandemie, weiterhin. Dabei bezieht sich die WHO auf Erfahrungswerte, aufgrund dessen frühere Pandemien ebenfalls schleichend mit nur milden Krankheitsformen begannen, bevor sie dann mit großer Heftigkeit ausbrachen. Das deutet darauf hin, dass bei zunehmender Zahl von Ländern mit Vorkommen der Schweinegrippe-Infektionen die Organisation ihre Alarmstufe auf das höchste Niveau sechs anheben könnte. In dem Fall müssen in den entsprechenden Staaten Pandemie-Notfallpläne schnellstens umgesetzt werden.

Die Situation in Deutschland
In den vergangenen Tagen hat das Robert-Koch-Institut (RKI) bekannt gegeben, dass die Einschleppung von Fällen möglich sein könnte und schon am 26. April 2009 wurde über die ersten Verdachtsfälle berichtet. Wie in der Pressemitteilung von 27. April 2009 mitgeteilt, hat das RKI den gemeinsamen von Bund und Ländern getragenen Nationalen Pandemieplan Anfang 2005 sowie eine aktualisierte Fassung für 2007 veröffentlicht. Es sind Maßnahmen, Aufgaben und Handlungsempfehlungen erläutert, sowie die wissenschaftlichen Zusammenhänge der Pandemieplanung.

Das RKI hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Gesundheit sowie den Ländern die bestehenden Empfehlungen zum Vorgehen in solchen Situationen an die aktuelle Lage angepasst und den Gesundheitsämtern, Krankenhäusern und Ärzten zur Verfügung gestellt. Am 30. April 2009 wurde eine neue Verordnung der Meldepflicht erlassen, um die Schweinegrippe besser überwachen zu können. Diese trat am 3. Mai 2009 in Kraft und demnach müssen alle Ärzte Fälle dieser Infektion sofort melden.

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