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26.11.2009 Victoria, Hamburg-Mannheimer und KarstadtQuelle PKV existieren ab 2010 nicht mehr
Die privaten Krankenversicherungen Victoria, Hamburg-Mannheimer und KarstadtQuelle haben eine lange Tradition als Versicherungsgesellschaften in Deutschland. Ab dem nächsten Jahr soll es diese Marken allerdings nicht mehr geben.
Alle drei Marken gehören zur Muttergesellschaft Ergo. Die drei Marken werden nächstes Jahr von der Bildfläche des deutschen Versicherungsmarktes verschwinden, da Ergo eine komplette Umstrukturierung plant. Ergo möchte sich im Jahr 2010 strategisch komplett neu ausrichten und orientieren. Vor allem soll auch Transparenz geschaffen werden. Bisher sei den meisten Versicherten nämlich gar nicht klar, dass sie mit Versicherungsprodukten von KarstadtQuelle, Hamburg-Mannheimer oder auch Victoria Produkte von Ergo beziehen. Daher wird auch der Name künftig im Geschäft mit den Endkunden präsent sein. Denn die neue Ergo Direkt Versicherungen wird das Geschäft von Karstadt Quelle übernehmen.
Damit werden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Denn schließlich möchte man bei Ergo tunlichst vermeiden, dass KarstadtQuelle mit der Insolvenz der Arcandor-Tochter Quelle in Verbindung gebracht werden könnte.
Die Krankenversicherung von KarstadtQuelle Versicherungen wird demnächst bei der DKV untergebracht sein, die ebenfalls ein Tochterunternehmen von Ergo darstellt. Auch die Marken Victoria und Hamburg-Mannheimer werden verschwinden. Denn auch hier soll ein einheitlicheres Bild geschaffen werden und Synergien genutzt werden können. Diese beiden Marken werden somit voraussichtlich ab Mitte 2010 in der DKV und in D.A.S. organisiert sein und somit ebenfalls innerhalb der Ergo-Gruppe verbleiben.
Wenngleich Ergo derzeit viel unternimmt, um die Transparenz der Marke Ergo zum Kunden zu transportieren und auch die Strukturen des Konzerns zu vereinheitlichen, ist jedoch nicht sichergestellt, ob das Unternehmen Ergo selbst in Zukunft weiter existieren wird. Denn die Chancen stehen derzeit gut, das der Hauptaktionär Münchner Rück bald 100 Prozent der Aktien von Ergo besitzt. Bis vor kurzem waren es noch 94,7 Prozent. Mit einem Anteil von mindestens 95 Prozent hätte der Hauptaktionär das Recht, den anderen Aktionären eine Zwangsabfindung anzubieten und somit auch die restlichen Prozent der Aktien zu kaufen.
Ob es tatsächlich soweit kommt, wird die Zukunft zeigen. Doch erst kürzlich hat der Münchner Rückversicherer wiederum 300 Mio. Euro investiert, um den Aktienanteil auf 99,64 Prozent aufzustocken. Wird die Ergo komplett von der Münchner Rück übernommen, was zum derzeitigen Zeitpunkt sehr wahrscheinlich scheint, könnte die Organisation im Konzern noch schlanker werden. Denn damit könnten vielerorts Kosten eingespart werden. Die Umstrukturierungspläne von Ergo werden sehr wahrscheinlich auch bei einer Übernahme durch die Münchner Rück weiter fortgesetzt.
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